logoDie Autoguider-Einrichtung


Die Autoguiderkamera beobachtet die Bewegungen des Objektbildes auf dem Spalt und versucht die Position konstant zu halten. Dazu wirkt sie mit entsprechenden Steuerungssignalen auf die Montierungssteuerung (hier FS-2).

Ich verwende eine gebraucht gekaufte ST-4, die zwar nicht sehr modern, aber extrem zuverlässig ist. Der mit der guider-Software ausgerüstete PC muß über einen seriellen Eingang verfügen (es gibt für moderne PC's auch seriell-USB-Adapter, mit denen ein serieller Eingang simuliert wird). Die Zuverlässigkeit und Empfindlichkeit der Auotguiderkamera ist von großer praktischer Bedeutung. Nichts ist ärgerlicher als wenn man eine Aufnahmeserie über eine Stunde laufen lässt und man kommt in die Sternwarte, um das Ergebnis zu kontrollieren, und das autoguidingSystem hat den Stern verloren oder wird vom PC nicht mehr erkannt. Das habe ich mehrfach mit moderneren Systemen erlebt (Inkompatibilität veralterter PC's mit modernen USB2-Kameras).

Ich verwende als Steuerungssoftware MaximDL. Damit lässt sich auf dem Bildschirm gut die Wirkung des autoguiders ST-4 kontrollieren. Die FS-2 zeigt die ausgeführten Korrektursignale von der ST-4 an. Außerdem höre ich deutlich die Schritte der Schrittmotore, wenn sie diese Steuerungssignale ausführen.

Es hat sich bewährt, einmal alle halbe Stunde ein laufende Aufnahmeserie zu kontrollieren (und gleichzeitig den Dom der Kuppel nachzudrehen). Eine Stoppuhr (Wecker) erinnert mich daran (und holt mich vom Sofa oder vom PC).

Im links stehenden Foto ist die schwarze Box der ST-4 zu erkennen. Ein 15poliges serielles Kabel (dritter Anschluss von rechts) geht zur FS-2-Box rechts (silberfarbener gerippter Alu-Kasten). Der RSJ32-Anschluss (zweiter) ist mit der seriellen Schnittstelle des Sternwartenrechners verbunden (nicht im Bild). Der erste Anschluß links ist der Kamerakopfanschluß, der die Daten des CCD-Chips abfrägt und die Kühlleistung zur Verfügung stellt. Der Kamerakopf selbst befindet sich am Lhires. Der rechte Anschluß ist die 12V-Stromversorgung der ST-4-Box.
Der O-Stern lam Cep auf dem 40 um Spalt. Aufgenommen mit der ST-4. Deutlich ist der horizontal verlaufende Spalt des LHIRES III zu sehen, der zentral das Seeingscheibchen des Sterns durchzieht. Das auf den polierten Spaltbacken reflektierte Licht des Sterns dient der ST-4 zum autoguiden des Sternscheibchens. Offensichtlich wird viel Sternlicht (>60%) zum autoguiden "vergeudet".

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