logoMeine Montierung



Meine Montierung ist eine Selbstbaumontierung nach klassischer deutscher Art, ähnlich den Alt-Montierungen . Sie wurde Anfang 1990 von einem befreundeten Amateurastronom konstruiert und gebaut (nebenstehendes Bild, Günter Knerr in seiner prächtigen selbstgebauten Kuppel in Homburg/Saar).
Sie wiegt insgesamt knapp 100 kg. Als Besonderheit ist zu erwähnen: Die Polhöhe ist fix auf den Wert des Standorts des Erbauers konstruiert, es gibt keine Polhöhenverstellung. Bis auf wenige Minuten genau wohnen wir beide auf gleicher geographischer Breite. Die kleine Diskrepanz habe ich durch eine schwache Neigung meiner Säule (deshalb die 3 Einstellschrauben am Fuß der Säule) beim Einscheinern ausgeglichen.

Die Deklinationsachse, das Achsenkreuz und die Polachse im auseinandergebauten Zustand sind anbei abgebildet.

Hier sind auch die mächtige Polachse und der Tangentialarm zu sehen.

Die Montierung besitzt für die Polachse ein großes Schneckenrad aus Bronze mit 300 Zähnen (1,2°/Zahn). Der Antrieb erfolgt durch eine rostfreie Stahlschnecke und einen Schrittmotor mit 150:1 Getriebe. Je Motorachsendrehung bewegt sich die Polachse um 28,8" oder je Motorschritt (64/360°) 0,45". Die Gesamtübersetzung beträgt also 64 x 150 x 300 = 2.880.000. Der kleine Schrittmotor leistet am Getriebe bis 3 Nm Drehmoment, mit den 300 Zähnen ergibt sich daraus ein maximales Drehmoment an der Polachse von 900 Nm.
Die Kombination aus schwerer Säule und 100 kg schwerer Montierung ist so steif, dass ein unbeabsichtigtes kräftiges Anstoßen (in der dunklen Sternwarte natürlich mit dem Kopf und nachfolgender spektralfarbiger Beule) die automatische Nachführung (autoguider) nur 2 bis 3 Korrekturzyklen beeinflusst. Diesen Test habe ich schon mehrfach mit Erfolg durchgeführt.

zurück zum Inhalt