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Ich verwende einen fest installierten alten Desktop-PC unter Windows 98, 400 MHz Prozessor und 20 GB Festplatte. Das genügt. Der PC hat im Aufnahmebetrieb ja nicht wirklich viel zu tun. Serienaufnahmen werden zum Abschluß der Beobachtungsnacht zur Datensicherung gleich auf CD gebrannt und auf einer kleinen externen Festplatte zusätzlich gespeichert (die Auswertung mache ich an anderen PC's bzw. Labtops).

Aus meiner Sicht ist noch das folgende wichtig:

In einer Hütte oder Kuppel wird oft hohe Luftfeuchtigkeit erreicht. Das wirkt sich ungünstig aus (Rostbildung), u.a. auch auf die Häufigkeit des Trockenmittelwechsels der CCD's. Auch "hygroskopische" Elemente wie Gitter verschmutzen schneller (bevorzugte Bildung von Tau an scharfen Kanten wie den Gitterfurchen). Mein Spektrograph bleibt immer in der Sternwarte am Teleskop montiert, weshalb ich innerhalb weniger Minuten bei aufreißendem Himmel spektroskopieren kann. Ich bin also daran interessiert, die relative Luftfeuchte nicht in die Nähe des Taupunktes (100%) kommen zu lassen.

Deshalb läuft in meiner Kuppel bei Temperaturen über 10°C ("Sommerbetrieb") ein physikalisch wirkender Lufttrockner (Kompressor, LUFTENTFEUCHTER TEC10E , ca. 170 Euro), der das Niveau der rel. Luftfeuchte auf einem einstellbaren Sollwert senkt (guter Kompromiß 70%). Es fallen wöchentlich durchschnittlich etwa 5 l Kondensat an (das als aqua dest im Haushalt verwendet werden kann). Der Stromverbrauch bewegt sich bei 10 bis 20 Euro/Monat. Seit ich den Trockner installiert habe, brauche ich die Trockenmittel der CCD's kaum noch zu wechseln: z.B. seit einem Jahr nicht mehr in der ST4 (die hat einen inneren Ring aus Zeolithen als Trockenmittel) und seit 9 Monaten nicht in der Sigma 1603ME (länger habe ich sie noch nicht).

Bei Temperaturen unter 10°C ist der Lufttrockner aus physikalischen Gründen nicht mehr sinnvoll zu betreiben, unter 5°C  schaltet er sich sogar wegen der Vereisungsgefahr des Luftwärmetauschers automatisch ab . Deshalb verwende ich in den kalten Monaten statt des Trockners einen Heizlüfter, der die Temperatur auf etwa 5 bis 10°C hält. Auch dadurch wird die rel. Feuchte der Innenluft der Kuppel weit genug abgesenkt. Eine Temperaurerhöhung von 5°C gegenüber der Außenluft (mit max. 100% Luftfeuchte) genügt.

Die Luftfeuchtigkeit habe ich durch ein entsprechendes Meßgerät in der Sternwarte unter Kontrolle (Außenfühler einer elektronischen Wetterstation).

Zur Beleuchtung noch folgende Informationen:

  1. Nachttischlampe mit Dimmer.
  2. Leselampe mit roter Glühbirne.

Der möglichst dunkel getrimmte Flachbildschirm des PC's (in roter Nachtdarstellung) wird mit einem schwarzen Vorhang während der Belichtungszeiten abgeschirmt, so daß es in der Sternwarte möglichst dunkel bleibt. Leuchtstoffröhren werden wegen ihrer Linien mit hoher Intensität nicht verwendet. "Linienfreie" Beleuchtungsmittel wie Glühlampen sind besser.

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