P Cygni

HR 7763, HD193237, 34 Cyg,
Visuelle Helligkeit: 4.81, Farbindex: 0.42, Spektralklasse: B2pe

Details zu diesem Prototyp der LBV (Luminous Blue Variable stars).

Spektren-Atlas zu P Cyg
In diesem Atlas sind alle Linien den Atomen und Ionen zugeordnet. Damit können Sie also leicht die Linien in Ihren eigenen Spektren zuordnen. Das Spektrum kann auch als fits-Datei abgerufen werden.

Meine Spektren sind in der Datenbank der Fachgruppe Spektroskopie enthalten, die von Dr. Otmar Stahl unterhalten wird. Sie können auch als fits-Datei zur weiteren Verwendung abgerufen werden.

In den nebenstehenden Grafiken ist das Spektrum von P Cyg dargestellt, das ich am 23.10.2007 mit meinem C14, dem Lhires III Spaltspektrographen mit einem 2400 Linien/mm Gitter und einer NOVA 1601E CCD-Kamera aufgenommen habe. Die Auflösung beträgt zwischen 9.000 (bei 450 nm) und 12.000 (bei 660 nm) = schwarz gezeichnete Spektren

Die selbst gemessenen Spektren sind einem rot gezeichneten Standardspektrum von Dr. Otmar Stahl gegenübergestellt, das im Internet zur Verfügung steht (siehe Spektren-Atlas, link weiter oben).

Das Spektrum wurde am FEROS Spektrograph in La Silla am 2. August 1999 aufgenommen.

Das Beispiel zeigt, daß von Amateuren aufgenommene Spektren durchaus professionelle Spektren reproduzieren können.

Generell sehe ich folgende Unterschiede in den beiden Spektren:

  • Die Balmerlinien H_alpha und H_beta sind bekanntermaßen bei diesem Stern in ihrer Intensität (EW) variabel. Sie unterscheiden sich für beide Meßzeitpunkte (1999 und 2007) entsprechend deutlich.
  • Die Heliumlinien, wie gerade die nebenstehende He5115, sind zeitlich eher konstant.
  • Die NII-Multipletts scheinen 1999 insgesamt geringfügig intensiver gewesen zu sein. Siehe die Bereiche 4600 bis 4650 Angström und 5650 bis 5750 Angström.

Insgesamt ist die Variabilität der Linien, außer den Balmerlinien, eher gering.

 
 
 
 
 
Ab 5900 Angström in Richtung längerer Wellen wird bei meinem Spektrum zunehmend eine gewisse "Grundwelligkeit" des Kontinuums sichtbar. Dies hängt mit Interferenzen ("fringes") zusammen, welche die verwendete CCD-Kamera erzeugte (siehe meine website http://home.arcor.de/l.schanne/Einsteiger/Datenreduktion/Datenreduktion.htm)
 
 
 
 
 

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